Mittelsachsen – Mittelsachsenliga/ 6. Spieltag

Mittelsachsenliga – 6. Spieltag

 

BSC Motor Rochlitz TSV Dittersbach  4:0 (4:0)

Der haushohe Favorit entschied die Auseinandersetzung mit dem noch punktlosen Schlusslicht klar für sich. Die Vorstellung der zwar dominanten Rochlitzer war gegen die harmlosen, defensiv eingestellten Dittersbacher allerdings keinesfalls überzeugend, im Gegenteil. Alle Treffer fielen bereits vor der Pause. Die grottenschlechte Leistung des BSC nach dem Seitenwechsel verärgerte zunehmend das treue Publikum. Echte Torchancen in der zweiten Halbzeit: Fehlanzeige. (Quelle: Freie Presse)

Rochlitz: Schmidt, Jandt (67. Storl), Saupe, M. Heinich, Nagel, Brumme, Müller (80. Krug), Dennhardt, Neubert, Zschage, Spiller

Dittersbach: Schade, Köhler, Oehlmann, Schramm, Lasch, Pianezzer, Scheunert (75. Mayer), Voigt, Kunze, Tietze, Lehnert (66. Zahn)

Tore: 1:0 Nagel (10.), 2:0 Dennhardt (19.), 3:0 Zschage (32.), 4:0 Jandt (45.)
Schiedsrichter
: Baumgärtel (Riechberg)
Zuschauer
: 125

 

TSV Flöha Oederaner SC  1:2 (1:1)

Zum 50. Geburtstag sucht ein Mann auf dem Geschenketisch nicht mehr so intensiv nach Präsenten, wie es ein achtjähriger Junge machen würde. Doch Matthias Zänker, der in der vergangenen Woche das halbe Jahrhundert voll gemacht hat, vermisste auf dem Gabentisch dennoch ein Präsent. Seine Mannschaft hatte ihm drei Punkte aus dem Mittelsachsenliga-Derby gegen den Oederaner SC versprochen. Doch aus dieser nachträglichen Überraschung wurde nichts. Vielmehr standen die Kicker des TSV Flöha am Ende mit leeren Händen da, denn durch einen Treffer in letzter Sekunde nahm der Oederaner SC einen Dreierpack mit in die Stadt des Klein-Erzgebirges. Nachwuchsspieler Kevin Thiele traf in der Nachspielzeit zum 2:1.

„Das war Fußball brutal“, war bei Matthias Zänker nach dem Abpfiff auch sämtliche Feierlaune verflogen. „Meine Mannschaft hat alles versucht, war das bessere Team und hat es leider versäumt, Tore zu schießen. Wir haben im Abschluss schwer gesündigt und reihenweise gute Chancen ausgelassen“, lautete seine Einschätzung. „Der Ball ist eben rund“, bemühte der Coach eine alte Fußballer-Weisheit.

Dem Ergebnis entsprechend analysierte sein Oederaner Kollege Jochen Laudeley viel gelassener das Match, das insgesamt keinen Spitzenfußball bot. „Auch wenn wir nicht gut gespielt haben, der Sieg war nicht unverdient. Wenn Flöha die Chancen versiebt, ist das nicht unsere Sorge“, stellte der OSC-Übungsleiter klar.Die Gäste gingen bereits in der 8. Minute durch Jäkel in Führung. Die Flöhaer Antwort in Form des Ausgleichs durch Gutermuth (18.) ließ nicht lange auf sich warten. Nach dieser relativ schwungvollen Anfangsphase verflachte die Partie vor 180 Zuschauern, davon die Mehrzahl aus Oederan. Höhepunkte blieben rar. Jäkel rutschte später an einer Eingabe knapp vorbei, für die Gastgeber köpfte Hoffgaard kurz vor dem Pausentee ans Lattenkreuz.
„Die zweite Hälfte haben wir dann klar bestimmt, doch Polzin, Mittmann und Becht brachten die Kugel aus aussichtsreichen Positionen einfach nicht über die Linie“, machte sich Zänker über die weiteren Geschehnisse Gedanken. Aus der Feldüberlegenheit vermochten die Platzherren kein Kapital zu schlagen. Oederan verteidigte mit Glück und Können das Remis.In der ersten Minuten der Nachspielzeit schob Thiele, ein OSC- Eigengewächs, das erst im Sommer aus der A-Jugend aufgerückt war, zum Siegtreffer ein.
„Es hätte in der manchmal zerfahrenen Begegnung am Ende auch anders ausgehen können. Doch in der Buchführung zählt nur das Endresultat“, stellte Laudeley fest, der mit seiner Mannschaft mit acht Zählern auf dem sechsten Tabellenplatz steht.
Der TSV ist mit zwei Punkten mehr auf dem Konto Fünfter des Klassements. Matthias Zänker hat seinen Geburtstagstisch mittlerweile abgeräumt. Dabei hatte er nach diesem Spieltag weniger zu tragen als erhofft. (Quelle: Freie Presse)

Flöha: Hänsch, M. Horn (80. Grimm), Hauser, Mittmann, Neugebauer, R. Horn, Gutermuth (69. Becht), Dietel, Polzin, Hoffgaard, Frenzel

Oederan: Thomas, K. Thiele, Walter (85. Ernstberger), Lohse, Schulze, Böttcher (88. Oehme), R. Thiele, Lippold, Kühn (71. Bellmann), Hofmann, Jäkel

Tore: 0:1 Jäkel (8.), 1:1 Gutermuth (19.), 1:2 Thiele (90.)
Schiedsrichter: Martin (Linda)
Zuschauer: 180

 

SV Barkas Frankenberg – TSV Großwaltersdorf  3:0 (2:0)

Mit einem 3:0-Heimerfolg gegen den TSV Großwaltersdorf hat der SV Barkas Frankenberg die Tabellenspitze in der Mittelsachsenliga verteidigt. Über die gesamten 90 Minuten zeigten die Gastgeber eine konzentrierte Leistung und überzeugten mit einer klaren spielerischen Linie. Von Beginn an machte die Elf von Steffen Bergmann Druck gegen die eher defensiv eingestellte Großwaltersdorfer. Zunächste fehlte den Barkas-Akteuren das Glück, doch mit einem Doppelschlag in der 25. und 35. Minute gelang Torsten Frank die verdiente 2:0-Führung. Fast wäre dem Stürmer ein Hattrick gelungen, doch ein Schuss des Frankenbergers prallte nur an die Latte. Die Gäste versuchten sich zu Beginn der 2. Halbzeit verstärkt in der Offensive, auch weil die Gastgeber einen Gang zurück geschalten hatten. Zweimal schossen die Großwaltersdorfer aus der Distanz, strahlten aber insgesamt wenig Gefahr aus.

Anders der SV Barkas: Die Frankenberger nahmen das Spiel wieder an sich. Aus dem Gewühl heraus traf Leßmüller schließlich zum 3:0. „Die Jungs haben ein tolles Spiel abgeliefert. Heute ist trainingsfrei. Etliche Spieler sind angeschlagen, sollen sich erholen“, erklärt Co-Trainer Wolfgang Reimann. Angefeuert wurde die Elf vom Fanclub Südkurve, zu der auch Ex-Stammkeeper Rico Hänig gehört. Im Spiel gegen Langenau wird er als Urlaubsvertretung ins Tor zurückkehren. (Quelle: Freie Presse)

Frankenberg: Reibetanz, Uhlig, Stockhecke, Baum (60. Ebert), Tuschy, Anke, Finger (74. Ryschawy), Leßmüller (60. Baumgart), Frank, Koszellni, Bachale

Großwaltersdorf: Kittlaß, Hetzel, Kiel (46. Dittrich), Hetzel (62. Reichel), Richter, Hohlfeld, Sarodnik, Wagner, Wulf (46. Seifert), Uhlig, Herold

Tore: 1:0 Frank (25.), 2:0 Frank (35.), 3:0 Leßmüller (59.)
Schiedsrichter: Breuer (Bobritzsch)
Zuschauer
: 210

 

SV Fortuna Langenau – Zuger SV  1:2 (0:1)

Das Derby zwischen Fortuna Langenau und dem Zuger SV ist zu einer unerwartet klaren Angelegenheit für die Gäste geworden. Das Ergebnis von 2:1 für die Mannschaft von Trainer Mario Korb drückt dabei nicht aus, wie überlegen die Gäste waren. „Bei uns hat heute gar nichts gestimmt“, sagte ein sichtlich bedienter Fortuna-Trainer Michael Lösch. „Wir haben gerade einmal in den letzten zehn Minuten so etwas wie Druck entwickelt. Das reicht einfach nicht.“
Die restlichen 80 Minuten gab es nicht viel guten Fußball zu sehen. Die Gäste gingen dabei mit deutlich mehr Siegeswille zu Werke. Nach wenigen Minuten erzielte Zettel die Zuger Führung, auch das zweite Tor erzielte der ZSV-Torjäger. Durch den Sieg am 6. Spieltag sind die Gäste aus dem Tabellenkeller ins Mittelfeld gerückt, Langenau rutschte auf den 12. Platz ab. (Quelle: Freie Presse)

Langenau: Seifert, Rusvai, Liebscher, Nestler (64. Punthöler), Clausnitzer, Eidner, Tramitz (53. R. Gratzke), Reyer, Krauße, Langer, Metzlaff (46. J. Gratzke)

Zug: Ritter, Meltke, Wolle, Scheider (75. Teichert), Korb, Pfeifer, Tschapeck (59. Hornauer), Zettel (89. Uder), Schulz, Mittelstädt, Gräser

Tore: 0:1 Zettel (8.), 0:2 Zettel (62.), 1:2 Reyer (89.)
Schiedsrichter
: Schiffner (Rochlitz)
Zuschauer
: 164

 

TSV Penig – SV Grün-Weiß Niederwiesa  4:4 (1:2)

Nach dem 3:0-Auswärtserfolg in der Vorwoche in Zug wollten die Peniger gegen Niederwiesa gleich nachlegen. Dies gelang beim 4:4 (1:2) aber nur zur Hälfte. Dabei wurde in der Schlussphase sogar eine Zwei-Tore-Führung noch verschenkt. Über 100 Zuschauer sahen eine abwechslungsreiche Partie, bei der die Führung oft wechselte. Nach dem frühen Peniger 1:0 drehte Niederwiesa bis zum Seitenwechsel die Partie. Die Hausherren steckten nicht auf und erzielten im zweiten Abschnitt drei Treffer in Folge. Als alles für den TSV gelaufen schien, schlugen die Grün-Weißen zurück und entführten einen Zähler. (Quelle Freie Presse)

Penig: Scheel, Schmidt (75. Großer), Schlag, Junghanns, Ketzel, Peters, Lindisch, Fischer, Orec (46. Ruckerbauer), Kühn (67. Kremkow), Zeidler

Niederwiesa: Kalina, Barnat, Nestler, Krumme, Rüger, Beyer (88. Wagner), Pretschner (46. I. Meier), Lasch, Buschmann, Troisch, Richter

Tore: 1:0 Lindisch (15.), 1:1 Troisch (36.), 1:2 Krumme (44.), 2:2 Fischer (50.), 3:2 Lindisch (57.), 4:2 Lindisch (78.), 4:3 Richter (83.), 4:4 Wagner (90.)
Schiedsrichter: Schnabel
Zuschauer: 122

 

Hartmannsdorfer SV – SV Einheit Bräunsdorf  2:1 (0:1)

Es war ein wichtiger Sieg für den Hartmannsdorfer SV im Kellerduell gegen Einheit Bräunsdorf. Aber lange Zeit sah es nicht danach aus. Zunächst scheiterte Oertel mit einem Foulelfmeter an der Querlatte des Gästetores und dann traf Hermsdorf noch den Pfosten. Nach den vergebenen Möglichkeiten des HSV jubelten nach einer halben Stunde die Gäste, Klotz hatte zum 0:1 getroffen. In der 57. Minute dezimierte sich der Gastgeber nach einer roten Karte für Oertel selbst. Doch in Unterzahl wurde die Partie noch gedreht. Schaarschmidt sicherte mit seinen Toren (70., 84.) den Dreier für Hartmannsdorf. (Quelle: Freie Presse)

Hartmannsdorf: Riedel, Hermsdorf, Hennicke, Graunitz, Schmieder, Schaarschmidt, Berthold (58. Kühne), Oertel, Mehmedovic (79. Stein), Riemer, Nawroth (69. Munke)

Bräunsdorf: Ewertowski, Schulze, Grätz, Weiß, Klotz, Feldmann, Solopov, Schneider, Gola, Weyhmann, Löwe (71. Zeising)

Tore: 0:1 Klotz (28.), 1:1 Schaarschmidt (72.), 2:1 Schaarschmidt (85.)
Schiedsrichter: Schultheiß (Chemnitz)
Zuschauer: 112
Bes. Vorkommnis: In der 57. Minute rote Karte für Oertel (Hartmannsdorf) wegen einer Tätlichkeit.

 

SV Germania Mittweida – Hainichener FV Blau-Gelb  1:0 (0:0)

In einem jederzeit spannenden und fairen Derby feierte der SV Germania am Ende einen knappen aber hoch verdienten 1:0-Sieg. Über die gesamte Spielzeit waren die Mittweidaer tonangebend, ließen dabei jedoch wie zuletzt in Bräunsdorf zu viele Torchancen ungenutzt. Nach acht Spielminuten prüfte Voigt mit einem Freistoß aus 20 Metern erstmalig den Hainichener Torwart Bretschneider. In der 10. Minute vergab Kaltschmidt die bis dahin größte Chance, als er freistehend aus elf Metern knapp über das Tor zielte.
In der 15. Minute hatten die Gastgeber bereits zum Torjubel angesetzt, doch der Treffer von Grötzsch fand wegen eines vorausgegangenen Fouls am Hainichener Torhüter keine Anerkennung. Auch in der 30. Minute schafften es die Hainichener, einen Kopfball von Kaltschmidt mit Glück und Geschick irgendwie noch von der Torlinie zu kratzen. In der 45. Minute hätte sich die mangelnde Chancenverwertung beinahe gerächt, als Melzer plötzlich völlig frei vor dem Katzer-Tor auftauchte, aus fünf Metern jedoch am reaktionsschnellen Mittweidaer Torwart scheiterte.
Auch in der 2. Halbzeit sahen die Zuschauer zunächst das gleiche Bild. Germania machte weiter Druck, agierte jedoch im Abschluss zu ungenau. Bis zur nächsten gefährlichen Situation der Gäste dauerte es bis zur 60. Minute, als ein Kopfball von Nebe knapp am Tor vorbei strich. Danach war wieder Mittweida an der Reihe. Nach weiteren vergebenen Hochkarätern durch Voigt (65.) und König (75.) erlöste Spielmacher Grötzsch in der 80. Minute seine Farben. Mit einem energischen Solo drang er in den Strafraum ein und ließ Bretschneider aus kurzer Entfernung keine Abwehrchance. Auch in der Schlussphase stand die Mittweidaer Defensive sicher und ließ praktisch nichts mehr zu. Erneut wurde auch in dieser Partie deutlich, dass die Mittweidaer derzeit zu viele Chancen ungenutzt verstreichen lassen. An der Chancenverwertung wird die Mannschaft weiter arbeiten, um nicht später unliebsame Punktverluste hinnehmen zu müssen. (Quelle: Freie Presse)

Mittweida: Katzer, Richter, Rauthe, Schmanteck, Scholz (46. Wilsdorf), Köhler, Voigt, Kamionka, Grötzsch, Kaltschmidt (86. Poppitz), König (82. Pegorer)

Hainichen: Bretschneider, Siegel, Findewirth (85. Käß), Dixneit, Nestler, Schulze, Weinrich, Melzer, Nebe, Seifert, Goldammer

Tor: 1:0 Grötzsch (80.)
Schiedsrichter: Baldauf (Falkenau)
Zuschauer: 200

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