Landesliga – 3. Spieltag

Landesliga – 3. Spieltag

BSC Freiberg – NFV Blau-Weiß Görlitz 3:3 (1:1)

Freiberger nicht voll belohnt
Der BSC Freiberg trennt sich am 3. Spieltag der Fußball-Sachsenliga vom NFV Gelb-Weiß Görlitz 3:3 (1:1)-Unentschieden.
Von Steffen Bauer (Quelle: Freie Presse)

Die Fußballer des BSC Freiberg hätten ihre Gäste am Sonnabend gut und gern auch mit „Dzien dobry“ begrüßen können. Immerhin hätten mehr als drei Viertel des Görlitzer Teams diese polnische Begrüßung passend erwidern können: Nur zwei Spieler der gelb-weißen Startformation hatten einen deutschen Pass, die anderen sind auf der anderen Seite der Neiße zu Hause.
Doch der BSC bestand auch diese zweite internationale Bewährungsprobe der Saison. Wie gegen den FC International Leipzig (1:1) gab es am Ende ein Remis, wobei das 3:3 (1:1) gegen den Vorjahresdritten Görlitz am Ende durchaus bitter schmeckte. „Vor dem Spiel hätte ich den Punkt sofort unterschrieben“, sagte BSC-Manager Andreas Gartner. Nach einer 3:1-Führung in der Schlussphase sei aber mehr drin gewesen, ärgerte sich Gartner ein wenig. „Wir haben das Spiel leider aus der Hand gegeben und Görlitz zweimal eingeladen.“ Wobei sich die Oberlausitzer im Abschluss auch einfacher cleverer verhalten haben, so der Manager.
Die Gastgeber begannen auf zwei Positionen verändert: Für die verletzten Heydel und Mehner rückten Weiß und Krondorf in die Startelf. In einem flotten Spiel gingen die Gäste früh in Führung. Torjäger Torsten Marx, der von der BSC-Abwehr nie auszuschalten war, traf per Kopf. „Wir waren gerade in der Defensive oft zu inkonsequent“, kritisierte BSC-Trainer Steve Dieske. Vor allem in den Luftduellen hatte sein Team meist das Nachsehen gegen die groß gewachsenen Gäste.
Die Freiberger versuchten nach vorn zu spielen, konnten sich aber kaum Möglichkeiten erarbeiten. „Görlitz war im ersten Abschnitt das bessere Team“, sagte Dieske. In seiner Elf hob er vor allem Sebastian Krause und Ronny Singer heraus, „die quasi überall zu finden waren und versuchten, Lücken zu reißen“.
Praktisch mit dem Pausenpfiff fiel dann der Ausgleich für den BSC: Nach Pass von Erler setzte sich Singer durch und vollendete mit einem präzisen Flachschuss. Das 1:1 beflügelte die Hausherren zu Beginn der 2. Halbzeit. „Wir haben jetzt viel mehr Biss gezeigt“, lobte Dieske. Seine Männer hatten nun Feldvorteile und kauften den Gästen auch im physischen Bereich – eine Stärke der Görlitzer – den Schneid ab.
Das wurde belohnt: Nach einer Krause-Ecke setzte Singer im Fünfmeterraum energisch nach und drückte den Ball über die Linie – 2:1. Und die Freiberger blieben dran. Als Krause Stephan Krondorf bediente, jagte dieser die Kugel ins lange Eck und bedankte sich mit dem 3:1.
Leider währte die Freude nicht allzu lange. Zwei Minuten später stand es 3:2, als die Freiberger Hintermannschaft erneut nicht konsequent störte. Auch der dritte Treffer der Gäste wäre zu verhindern gewesen, monierte Trainer Dieske. „Dort haben wir uns auf der linken Seite nicht unterstützt.“ Nach Foul von Uhlig gab es schließlich Elfmeter, den der NFV zum etwas schmeichelhaften 3:3-Ausgleich verwandelte.
„Damit war die 2. Halbzeit komplett auf den Kopf gestellt“, ärgerte sich Steve Dieske. Die Enttäuschung über die zwei verpassten Punkte überwog aber nicht nur beim BSC-Trainer. „Wir haben uns selbst um den gerechten Lohn gebracht. Doch wir haben erneut gezeigt, dass wir in dieser Liga mithalten können.“ Mit zwei Punkten sind die Freiberger zurzeit aber nur 15. und damit Vorletzte der Sachsenliga, der NFV Görlitz (5) rückte auf Rang 4 vor. Auf der Leistung im zweiten Spielabschnitt könne man aber definitiv aufbauen, sagte Dieske. „Das war eine klare Steigerung.“ So gesehen – dziekuje, danke, BSC! (mit dist)

BSC Freiberg: Weiß – Müller, Otto/V, Scholz, Uhlig – Krondorf, Krause, Erler/V, Schäfer/V (76. Römmler) – Thomas, Singer
Tore: 0:1 Marx (9.), 1:1, 2:1 Singer (45., 60.), 3:1 Krondorf (75.), 3:2, 3:3 Marx (77., 85./FE)
SR: Gläser (Gröditz)
Zuschauer: 137

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