MSL – 3. Spieltag

3. Spieltag Mittelsachsenliga

(Quelle: Freie Presse)

Eintracht Erdmannsdorf/A. – TSV Flöha 0:1 (0:0)
Das Spiel zwischen Eintracht Erdmannsdorf/ Augustusburg und dem TSV Flöha, das die Gäste gestern Nachmittag durch ein spätes Tor von Rick Neugebauer 1:0 (0:0) gewannen, haute die Zuschauer zwar nicht vom Hocker. Dafür bekamen die Statistiker richtig viel Futter. Denn Flöha markierte im dritten Anlauf bei der Eintracht das erste Tor und nahm damit auch erstmals die Punkte mit nach Hause. Die Gastgeber bauten dafür ihre Negativserie aus. Im dritten Spiel kassierte die Elf von Trainer Dirk Barsikow die dritte Pleite.

Beim Notieren der Torchancen wurde in der 1. Halbzeit auf beiden Seiten keinesfalls die Tinte alle. Zur Freude der Trainer agierten die Teams taktisch diszipliniert, doch das bedeutete zugleich, dass die Zuschauer auf dem Platz wenig geboten bekamen.
Flöha war darauf bedacht, das Spiel ordentlich aufzuziehen, doch zu einem filigranen finalen Pass in den Strafraum kamen die Gäste nicht. Nach einer knappen halben Stunde sorgte Rick Neugebauer wenigstens für ein erstes Achtungszeichen, doch seinen Distanzschuss konnte Eintracht-Torhüter Danny Meding abwehren. Später prüfte Tomas Weinfurt den Flöhaer Schlussmann Sebastian Hänsch.
Insgesamt machte die erste Hälfte den Augenzeugen nicht unbedingt Appetit darauf, künftig noch mehr Mittesachsenliga-Fußball zu konsumieren. „Der Gegner machte die Räume geschickt zu“, wusste Flöhas Trainer Matthias Zänker, warum packenden Strafraumszenen nicht stattfanden.
Kurz nach Wiederanpfiff hatten dann die Platzherren plötzlich den Torschrei auf den Lippen. Doch Martin Lebeda verzog, nachdem er in den Flöhaer Strafraum eingedrungen war, nur knapp. Nach einer Stunde Spielzeit leistete sich der Flöhaer Tony Mittmann den Luxus, die bis dahin klarste Chance für die Gäste zu versieben. „Wenn wird zu diesem Zeitpunkt das Tor gemacht hätten, wäre uns das Restprogramm viel leichter gefallen“, analysierte Zänker. Doch statt leichter Happen servierten die Teams weiterhin schwere Kost. Die Platzherren verteidigten aufopferungsvoll das 0:0, kamen aber in manchen Situationen einen Augenblick zu spät.
Schiedsrichter Johnny Schiefer verteilte deshalb nun fast im Akkord gelbe Karten, wobei es Rocco Auerbach und Eintracht-Kapitän Ronny Langklotz besonders erwischte. Beide sahen den gelb/roten Karton. „Meine Truppe hat gekämpft und sich gequält, aber in doppelter Unterzahl war nichts zu machen“, stellte Barsikow fest, wenngleich ihn die Art und Weise, wie das Gegentor in der 90. Minute fiel, ärgerte. „Da regst du dich als Trainer schon bei den Bambinis auf, wenn solche Schnitzer passieren.“ Trotz der Niederlage wollte der Ex-Bundesligaprofi nicht zur Generalschelte ansetzen. „Das war bis auf den einen Moment in der 90 Minute taktisch alles in Ordnung.“ Und Zänker wusste, dass in dieser Partie „kein Schönheitspreis“ vergeben wurde. (Knut Berger)

Erdmannsdorf: Meding, Auerbach, Großmann, R. Langklotz, Lebeda, Ste. Bergt (67. Perperides), Weinfurt, Leppelt, Messig (88. Fröhlich), Rotzsch, Mihai.               
Flöha: Hänsch, Mittmann, Eckardt, Neugebauer, Giesecke, Dietel (90.+1 Zänker), Zamzelli (51. T. Hauser), Hunger, O. Hauser (67. M. Horn), Göckeritz, Kister.  
Tore: 0:1 Neugebauer (89.)
Schiedsrichter: Schiefer (Annaberg)
Zuschauer: 67
Bes. Vorkommnisse: G/R für Auerbach (59.) und Langklotz (beide Erdmannsdorf/A./86.)

BSC Freiberg II – TSV Großwaltersdorf 3:0 (1:0)
Sie hätten eben ein schlechtes Wochenende erwischt, sagte Großwaltersdorfs Trainer Mirko Schwoy nach der Partie beim BSC Freiberg II. Denn seine bis dahin verlustpunktfreie Mannschaft musste ausgerechnet dann in Freiberg antreten, als die Landesligamannschaft spielfrei hatte. Dass die zweite Vertretung des BSC dann mit Spielern der ersten Mannschaft verstärkt wurde, war keine Überraschung.
Dennoch verkauften sich die Gäste vor allem in den ersten 45 Minuten teuer. Nachdem sie in der ersten Halbzeit phasenweise in die eigene Hälfte gedrückt wurden, selbst keine echte Torchance herausspielen konnten und in der Abwehr einen folgenschweren Fehler machten, lagen die Großwaltersdorfer in der Pause verdient mit 0:1 hinten. Die Freiberger spielten mit viel Tempo nach vorn und hatten gute Möglichkeiten, das Ergebnis bereits vor dem Seitenwechsel höherzuschrauben.
Nach der Pause präsentierten sich die Großwaltersdorfer stärker und kamen auch zu eigenen Chancen. Als sie davon keine nutzen konnten, zeigten die Freiberger, was Effektivität ist. Nach einem der immer präzisen und weiten Abschläge von Torhüter Geiger war Klausnitzer zur Stelle und markierte das vorentscheidende 2:0. Auch danach ließen die Gäste nicht nach und erkämpften sich Torchancen. Die größte hätte ein Elfmeter sein müssen, doch die Pfeife des generell unsicheren Schiedsrichters blieb nach 76 Minuten stumm, als Dittrich im Strafraum klar gefoult wurde. (Thomas Reibetanz)

Freiberg: Geiger, Richter, Otto, Berndt, Klausnitzer, K. Zielke (83. Steinert), H. Zielke (46. Gottschalk), T. Fischer, Benusch (76. Engel), Löbel, Schäfer.
Großwaltersdorf: Schreiber, Mar. Hetzel, Mi. Richter, Dittrich (79. Wulf), Seifert, Sarodnik, Uhlig (15. Nerger), Herold, Trommler, Ma. Richter, Lenke.        
Tore: 1:0 H. Zielke (38.), 2:0, 3:0 Klausnitzer (73., 87.)
Schiedsrichter: Richtsteiger (Oelsnitz)
Zuschauer: 76

Hainichener FV Blau-Gelb – SV Barkas Frankenberg 0:3 (0:2)
Es bleibt dabei: Die Blau-Gelben warten seit 2009 oder, anders gesagt, seit vier Heimpartien, weiterhin auf einen Sieg gegen den SV Barkas Frankenberg. Diesmal gab es deutliche 0:3 (0:2)-Niederlage, die am Ende aber auch in Ordnung geht.
Eines wollte Hainichens Trainer Bernd Pertuch vor dem Anpfiff noch loswerden: „Die Derbys gegen Frankenberg sind immer ein Highlight in der Saison. Darauf freue ich mich besonders.“ Doch mit der Freude auf dieses Duell war es für HFV-Coach schnell wieder vorbei.
Die Gäste führten nach einer Viertelstunde Spielzeit bereits 2:0 – und das dank der kräftigen Mithilfe seiner Mannschaft. Bei beiden Toren sah die Hainichener Defensive alles andere als glücklich aus. Zunächst unterlief Peter Siegel eine Flanke, der dahinter stehende Torsten Frank bedankte sich und vollendete aus Nahdistanz zur Gästeführung.
Nur sechs Minuten später klingelte es erneut im HFV-Gehäuse. Ausgangspunkt war ein Eckball, den Martin Seifert unnötigerweise verursacht hatte. Der Frankenberger Torsten Frank schlug das Leder hoch in den Hainichener Strafraum. Vorbei an Freund und Feind gelangt das Streitobjekt zu dem am hinteren Pfosten lauernden Steffen Kellig, der per Kopf zum 2:0 traf. In beiden Fällen war der HFV-Keeper Nico Bretschneider allerdings chancenlos. Mit zwei tollen Paraden in der Anfangsphase hatte er seine Elf bereits vor dem endgültigen K.o. bewahrt.
Die Hausherren fanden nach dem schnellen Rückstand nur schwer ins Spiel und leisteten sich viele Unkonzentriertheiten im Spielaufbau. Die Anzahl der Fehlabspiele war in der ersten Halbzeit zu hoch. Dennoch brannte es auch zweimal vor dem Frankenberger Tor. In der achten Minute stand Kenny Fräßle allein vor Lars Reibetanz, der mit einer tollen Fußabwehr einen Treffer verhindert. Nach einer halben Stunde folgte der schönste Angriff des HFV. Über die linke Seite gelang der Ball zu Toni Schulze, der aus fünf Meter Entfernung das Tor verfehlte. So blieb es bis zur Pause bei der verdienten Führung des Bezirksliga-Absteigers.
Der Gastgeber hätten im zweiten Abschnitt zulegen müssen, wenn bei Trainer Pertuch wieder Freude am Derby aufkommen sollte. Doch daraus wurde nichts mehr. Vielmehr kassierten die Hausherren in der Nachspielzeit noch einen weiteren Treffer. Nach einem Foul im Strafraum an Kellig verwandelte Felix Ebert zum 3:0-Endstand.
„Wir dürfen nicht all zu viel zulassen“, hatte Barkas-Coach Günther in der Halbzeitpause deutliche Worte für sein Team übrig. Das Konzept ging auf, so gelang den Blau-Gelben kein Treffer mehr. Nach vorn ging aber selbst auch nicht viel, was den Trainer ärgerte. Doch die drei Punkte nehmen die Gäste verdient mit ins Hammertal. (Joachim Eichler)

Hainichen: Bretschneider, Siegel, S. Schulze, Weinrich, Schneider, Fräßle, Seifert (74. Derr), T. Schulze, Girardi, Hoang, Gulyas.   
Frankenberg: Reibetanz, Stockhecke, Baum, Tuschy, Antal, Kellig, Frank (82. Wendt), Preißler, Loos, Bergmann (68. Siebert), Ebert.
Tore: 0:1 Frank (9.), 0:2 Kellig (15.), 0:3 Ebert (90.+2/FE)
Schiedsrichter: Rost (Striegistal)
Zuschauer: 70

TSV Dittersbach – Oederaner SC 0:2 (0:0)
Dittersbach: Schade, S. Köhler, Lehmann (36. Mayer), Schramm, Köstner, Pianezzer, Hiemer (75. Opitz), Förster, Kucevic, Oehlmann, R. Köhler.
Oederan: Thomas, K. Thiele, Reichelt, Lohse, Schulze, Böttcher, Kaden (46. Ernstberger), Lippold, Dietze (82. Obendorf), Hofmann, Bergelt (64. R. Thiele).   
Tore: 0:1 Reichelt (71.), 0:2 Schulze (87./FE)
Schiedsrichter: Köhler (St. Egidien)
Zuschauer: 96

TSV Langhennersdorf –  SV Hartmannsdorf 4:6 (1:3)
Langhennersdorf: Zimmermann, Götze, Krause, Griesbach (33. Sypniewski), Schubert (90. Fijas), Neumann, Braun, Tuchscherer, Pomp, Otto (88. Neumann), Gießner.      
Hartmannsdorf: Scheel, Berthold, Steinert (57. Metzner), Winkler, Götze, Schaarschmidt (86. Kühne), Wegner, Pelger, Hartenstein (75. Hieck), Fuchs, Hennicke.         
Tore: 0:1, 0:2 Schaarschmidt (8., 21.), 0:3 Hartenstein (36.), 1:3 Tuchscherer (44.), 2:3 Braun (46.), 3:3 Tuchscherer (47.), 3:4 Metzner (68.), 3:5 Hartenstein (71.), 3:6 Berthold (90.), 4:6 Schubert (90.)
Schiedsrichter: Küttner (Lichtenberg)
Zuschauer: 94
Bes. Vorkommnis: G/R für Fuchs (Hartmannsdorf/51.)

TSV Penig – SV Einheit Bräunsdorf 3:0 (1:0)
Penig: Rudolph, Schulze (74. Igel), Junghanns, Toro-Gomez (80. Kühn), Dzialas, Meinel, Peters, Zschage (80. Schubert), Britsche, Zeidler, Schmidt.      
Bräunsdorf: L. Weinhold, Schulze, Grätz, Weiß, Feldmann, Solopov, Schneider, Gola, Weyhmann, Micke, Kuhn, D. Weinhold.             
Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Meinel (16.,61., 86.)
Schiedsrichter: Kiel (Chemnitz)
Zuschauer: 86

SG Striegistal – BSC Motor Rochlitz 0:5 (0:2)
Striegistal: Donner, Gillmeister, Franke, Hanisch, Böhme, Hanschmann (78 Dittrich. ), Kunze, Puschmann, Lehre (12. Ettrich), Boden, Schäfer (78. Hecht).
Rochlitz: P. Fischer, Schneider, Heinich, Otto, Bildhauer, Pötzsch, Eckart, Nöbel (40. Menge), Schubert, Fobian (86. M. Fischer), T. Scheibner (78. Jandt).
Tore: 0:1 Heinich (16.), 0:2 T. Scheibner (30.), 0:3 Bildhauer (67.), 0:4 Pötzsch (74.), 0:5 Bildhauer (87.).
Schiedsrichter: Weigelt (Marbach)
Zuschauer: 60

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