Landesklasse Mitte – 17.Spieltag

Landesklasse Mitte – 17. Spieltag

Quelle: Freie Presse

FV Gröditz – SV Germania Mittweida 1:1 (0:0)

Germania verpasst Sprung an die Spitze für eine Nacht
Die Mittweidaer Fußballer haben beim FV Gröditz nach schwacher Leistung nur einen Punkt geholt. 1:1 (0:0) hieß es am Ende.

Die Landesliga-Fußballer von Germania Mittweida haben nach zwei Siegen in Folge wieder einen Punktverlust hinnehmen müssen. Der Tabellenzweite trennte sich vom Tabellenachten FV Gröditz 1:1-Unentschieden und verpasste damit die Chance, für eine Nacht die Tabellenführung zu übernehmen.

Im Stadion „Am Eichengrund“ begegneten sich zwei Mannschaften, die ihre bisherigen Rückrundenspiele erfolgreich bestritten haben. In der Anfangsphase hatten die Gastgeber die besseren Chancen. Über die Außenposition wurde Gröditz‘ agiler Stürmer Steffen Hoffmann gut eingesetzt, und seine Flügelläufe beeindruckten die Germania-Abwehr. Im Abschluss waren die Gastgeber dann aber zu harmlos. Die Einschussmöglichkeiten vergaben Großmann und Kaiser. Die ersten nennenswerten Aktionen von Germania waren ein Distanzschuss von Thomas Wiedemann (19.) und ein Freistoß von Silvio Grötzsch, der knapp über das Tor ging (21.). In der 43. Minute war es wieder Hoffmann auf Gröditzer Seite, der einen Schuss knapp neben das Tor setzte.
Nach dem Seitenwechsel wurde mehr um den Ball gekämpft als mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Ausdruck dessen waren zahlreiche gelbe Karten auf beiden Seiten. Standardsituationen waren die Höhepunkte in der zweiten Halbzeit, diese führten dann auch in der Schlussviertelstunde zu beiden Treffern, die jeweils nach Eckbällen fielen.
Zunächst drückte in der 76. Minute der Gröditzer René Großmann den abgewehrten Ball mit seinen ganzen Körper über die Linie. Zwei Minuten später war es Hannes Ryssel, der einen wuchtigen Kopfball zum 1:1 in die Maschen setzte.
In der Nachspielzeit ergab sich noch eine Freistoßchance in aussichtsreicher Position für die Mittweidaer. Kapitän Silvio Grötzsch setzte den Ball knapp aber am Tor vorbei. Mittweidas Trainer Schneider trat die Heimreise mit gemischten Gefühlen an: „In einem schwachen Spiel meiner Mannschaft haben wir den Punkt verdient mitgenommen“, sagte er. „Vor allem nach dem Rückstand hat die Truppe wenigstens Moral bewiesen und gleich geantwortet.“ (kajo)

Germania: Katzer, Pietsch, Rauthe, Hönig, Ryssel, R. Frieden (78. Wilsdorf), Richter, Wiedemann (70. Kaltschmidt), K. Frieden, König (62. Pieda), Grötzsch
Tore: 1:0 (76.), 1:1 Ryssel (78.)
SR: Nitsche (Sächs. Schweiz)
Zuschauer: 110

 

SV Lichtenberg – VfL Pirna-Copitz 1:2 (0:1)

Lichtenberger erneut mit leeren Händen
Der SVL wurde in der Fußball-Landesklasse für einen großen Kampf gegen Spitzenreiter Pirna-Copitz nicht belohnt.
Von Steffen Bauer

Swen Hennig raufte sich die Haare, Falk Hilgenberg hatte sich das Trikot über den Kopf gezogen, Stefan Lein hockte niedergeschlagen am Boden und Torschütze Toni Kokott schlich gesenkten Hauptes vom Platz: Die Fußballer der SV Lichtenberg waren am Sonntag ganz nah dran, Landesklasse-Spitzenreiter VfL Pirna-Copitz zumindest einen Zähler abzuknöpfen. Am Ende stand der Aufsteiger aber wie in der Vorwoche mit leeren Händen da: 1:2 (0:1) hieß es nach 90 umkämpften Minuten vor knapp 150 Zuschauern in Lichtenberg.
„Die Mannschaft hat ein Riesenspiel gemacht, ist dafür aber erneut nicht belohnt worden“, sagte SVL-Trainer Swen Hennig. „Einen Punkt hätten wir wenigstens verdient gehabt.“ Bei Dauerregen und tiefem Platz lieferte der Neuling dem Titelaspiranten einen Kampf auf Augenhöhe. Allerdings war der Spitzenreiter ein Stück abgeklärter und nutzte zwei seiner wenigen Möglichkeiten.
Pirna begannen nominell mit drei Spitzen, spielte aber eher abwartend. „Sie haben auf einen Fehler von uns gelauert“, berichtete Hennig. „Und der kam leider auch.“ Im Vorwärtsgang verloren die Lichtenberg den Ball, und dann ging es ganz schnell: Pass in die Schnittstelle der Viererkette, Schuss, 0:1. „Genauso wurden schon von Bannewitz ausmanövriert“, ärgerte sich Hennig.
Dagegen hatte sein Team kein Glück: Ein 25-m-Knaller von Miersch krachte nur an die Latte des Gästetores. Zumindest war es ein Signal für die Lichtenberger. Der SVL kam von Minute zu Minute besser in die Partie und ließ den Spitzenreiter kaum zur Entfaltung kommen. Gefahr entstand aber meist nur bei Standards. „Spielerisch war auf diesem Boden wenig möglich“, so der SVL-Coach. Nachdem Siegel, der wieder für Kosbab ins Gehäuse gerückt war, das 0:2 verhinderte (65.), durften die Gastgeber dann jubeln: Toni Kokott scheiterte zwar nach einem Eckball knapp, doch die nächste Ecke jagte der lange Abwehrspieler per Kopf in die Maschen – 1:1.
Der SVL durfte sich jedoch nicht lange über den verdienten Ausgleich freuen. Fünf Minuten später kam ein Pirnaer nach einem Freistoß frei zum Kopfball. Zwar rettete die Latte für die Hausherren, doch im Nachsetzen kam der VfL zum 2:1. Danny Kluge und Stefan Lein hatten noch zwei gute Chancen, scheiterten aber am Pirnaer Keeper.
„Schade, wir waren wirklich nah dran“, sagte Trainer Hennig. „Die Truppe hat sich aber trotz der Niederlage hervorragend verkauft.“

Lichtenberg: Siegel, Kokott, Hilgenberg, Kohl, Matuschek, Gronwaldt, Lein, M.Kluge, D. Kluge, Miersch, Jäkel (62. Timmel)
Tore: 0:1 Berthold (20.), 1:1 Kokott (74.), 1:2 Kleber (79.)
SR: Weiß (Dresden)
Zu.: 146

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