Landesklasse Mitte – 16.Spieltag

Landesklasse Mitte – 16. Spieltag

Quelle: Freie Presse

SV Germania MittweidalLommatzscher SV 4:0 (0:0)

Glückliche Hände entscheiden das Spiel
Beim 4:0 des SV Germania Mittweida gegen Schlusslicht Lommatzscher SV trafen Torwart Katzer und Trainer Schneider im passenden Moment die richtigen Entscheidungen.
Von Michael Schmidt

Durch einen klaren 4:0-Heimsieg gegen Schlusslicht Lommatzsch bleibt der SV Germania Mittweida in der Fußball-Landesklasse erster Verfolger von Spitzenreiter Pirna-Copitz. Dabei bewies Trainer Schneider mit seinen Hereinnahmen ein glückliches Händchen: Drei der vier Treffer wurden durch Einwechselspieler erzielt.
Trotz des am Ende deutlichen Ergebnisses war es für den Tabellenzweiten alles andere als ein Spaziergang. In der torlosen 1. Halbzeit hatte man gegen die tief stehenden Gäste Probleme. Höhepunkt und zugleich größter Aufreger war ein Strafstoß für die Gäste: Während eines Konters musste Mittweidas Torwart Katzer beim Herauslaufen Kopf und Kragen riskieren und traf dabei Heinze elfmeterreif. Der Strafstoß war jedoch zum Glück für Germania schwach getreten und Katzer konnte parieren.
In der Kabine forderte Schneider von seinen Männern mehr Laufarbeit und Tempo, um den Gegner in die Knie zu zwingen. Entsprechend entschlossen kam die Mannschaft zurück und erspielte sich sofort eine Serie an gefährlichen Eckbällen. In 52. Minute zeigte dieser Druck Wirkung. Im Nachsetzen traf der zur Halbzeit eingewechselte Kaltschmidt mit einem präzisen Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:0.
Germania war nun kompromisslos in den Zweikämpfen und zwang den Gegner so immer wieder zu Fehlabspielen. Die Partie blieb aber bis in die Schluss-Viertelstunde eng. In der 75. Minute sorgte dann ein sicher verwandelter Strafstoß von Grötzsch für die Erlösung. Der Schiedsrichter hatte ein Foul an Kaltschmidt zunächst außerhalb des Strafraumes gesehen, nach Rücksprache mit seinem Assistenten dann aber doch auf Elfmeter entschieden. Mit dem dritten Treffer machte Germania den Sieg in der 80. Minute dann perfekt. Diesmal wurde Grötzsch im Strafraum vom gegnerischen Torwart getroffen und der kurz zuvor eingewechselte Pieda verwandelte in seinem ersten Pflichtspiel für Germania sicher vom Strafstoßpunkt. Nur drei Minuten später war der Aalener, der bis zum Sommer in Mittweida studiert, erneut zur Stelle und feierte mit dem 4:0 einen Traumeinstand. Nach der deutlichen Steigerung in Hälfte zwei gehe der Sieg in Ordnung, sagte Trainer Uwe Schneider.

Mittweida: Katzer; Pietsch, Richter (78. Wiedemann), Frieden, R., Frieden, K. (72. Pieda), Grötzsch, Hönig, Ryssel, Rauthe, Pittroff, König (46. Kaltschmidt)
Tore: 1:0 Kaltschmidt (52.), 2:0 Grötzsch (75.), 3:0 Pieda (79.), 4:0 Pieda (83.)
Zuschauer: 80

SpVgg. Grün-Weiß CoswigSV Lichtenberg 2:1 (0:1)

Lichtenberger verspielen in vier Minuten drei Punkte
Von Steffen Bauer

Ganz nah waren die Lichtenberger Landesklasse-Fußballer am ersten Auswärtssieg der Saison, doch am Ende wurde es nicht einmal ein Pünktchen. Mit 1:2 (1:0) unterlag der SVL am 16. Spieltag bei der SpVgg Coswig, nachdem die Erzgebirger bis zur 89. Minute geführt hatten. „Wir hatten offenbar Angst vorm Siegen“, sagte Holger Kunath. Der Fußball-Abteilungsleiter vertrat den am Samstag beruflich verhinderten Trainer Swen Hennig und bescheinigte der Mannschaft die beste Auswärtsleistung seit langem. „Ein Punkt wäre mindestens verdient gewesen“, so der 51-Jährige.
Denn in der 1. Halbzeit war der Aufsteiger beim Tabellenfünften das klar bessere Team. „Wir haben fast nichts zugelassen und hatten gute Tormöglichkeiten“, berichtete Kunath. Die größte besaß Jäkel, der eine Flanke von Miersch aus elf Metern volley nahm, das Tor aber knapp verfehlte (35.). SVL-Keeper Kosbab verbrachte bis dahin einen ruhigen Nachmittag. Kurz vor der Pause besorgte Kapitän Manuel Kluge, der einen 20-Meter-Freistoß in den Winkel jagte, dann für die verdiente Führung der Gäste. In der 2. Halbzeit machte Coswig Druck, die Lichtenberger hielten jedoch stand. Kosbab rettete zweimal in hervorragender Manier die knappe Führung. In der Schlussviertelstunde ließen beim tapfer kämpfenden SVL die Kräfte nach. „Alle sind viel gelaufen“, so Kunath, dessen Schützlinge sich immer schwerer befreien konnten. Nach einer Eckballserie lag der Ball schließlich doch im Lichtenberger Netz (89.). Und selbst ein Remis war dem SVL nicht vergönnt: In der dritten Minute der Nachspielzeit stimmte nach einem Freistoß die Zuordnung nicht, sodass Coswig aus Nahdistanz zum mehr als glücklichen Sieg kam. „Das war richtig bitter und komplett unverdient“, sagte Mannschaftsleiter Jens Fischer und dürfte damit die Gefühle aller Lichtenberger getroffen haben.
So bleibt der SVL in der Auswärtstabelle (1 Punkt/4:26 Tore) Schlusslicht. Im richtigen Klassement ist es weiterhin Platz 11 mit fünf Zählern vor den Abstiegsplätzen. Und der Hoffnung auf das nächste Heimspiel. Dort ist Sonntag Spitzenreiter Pirna-Copitz im Erzgebirge zu Gast. Doch in dieser Verfassung sei auch gegen den Primus etwas drin, ist Fußball-Chef Kunath überzeugt.

SVL: Kosbab, M. Kluge, F. Hilgenberg (85. Frenzel), Kohl, Lein, Gronwaldt, Miersch, D. Kluge, M. Drechsel (90. + 2 Häuser), Timmel, Jäkel (89. N. Drechsel)
Tore: 0:1 M. Kluge (45.), 1:1 (89.), 2:1 (90. + 3)
SR: Fischer (Dresden)
Zuschauer: 87 

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