Landesklasse Mitte – 1.Spieltag

Landesklasse Mitte – 1. Spieltag 
(Quelle: Freie Presse)

Dorfhainer SV – SV Germania Mittweida 1:2 (1:1)

Der Kleinste ist am Ende der Größte
Der Auftakt in der Landesklasse ist geglückt: Die Fußballer des SV Germania Mittweida gewannen ihr erstes Spiel beim Dorfhainer SV mit 2:1 (1:1). Die Mannschaft hat aber noch Luft nach oben.
Von Katrin Damm

Der SV Germania Mittweida ist mit einem 2:1 (1:1) beim Dorfhainer SV in die neue Saison der Landesklasse (bislang Bezirksliga) Mitte gestartet. Beim Aufsteiger konnte die Elf des Vorjahresfünften in der Schlussphase noch den Sieg erkämpfen – mit Einsatzwillen und dem Glück des Tüchtigen. Erst zwei Minuten vor dem Ende fiel in Dorfhain die Entscheidung.
Von Beginn an hatte sich ein von beiden Seiten mit viel Respekt geführtes, aber dennoch intensives Spiel entwickelt. Beide Abwehrreihen standen sicher, Torchancen waren Mangelware. Mittweida schlug spielerisch feinere Klinge gegen die hoch motivierten Gastgeber, aber die Gäste waren in unmittelbarer Tornähe zu harmlos.
„Man hat schon gemerkt, dass beide Mannschaften das erste Punktspiel nicht verlieren wollten“, schätzte Germania-Präsident Harald Kaehs ein. Praktisch mit der ersten Unachtsamkeit im Mittweidaer Abwehrspiel bekam der Gastgeber in der 21. Minute einen Elfmeter zugesprochen. Andreas Hönig und Robin Frieden auf Mittweidaer Seite sahen bei dieser Aktion nicht gut aus. Roy Linthe, früher im Trikot des BSC Freiberg, ließ sich die Chance zur Führung nicht entgehen.
Mit viel Wut im Bauch berannten die Gäste in der Folgezeit das Tor der Gastgeber. Nach einem Eckball von Grötzsch schraubte sich Sebastian Voigt in der 26. Minute am höchsten. Seinen wuchtigen Kopfball konnte der Torhüter noch abwehren, aber im Nachsetzen drückte Voigt den Ball ebenfalls per Kopf über die Linie. Mit einer gelungenen Aktion über die linke Außenbahn setzte Hannes Ryssel in der 38. Minute ein weiteres Achtungszeichen. Beim Stand von 1:1 wurden dann die Seiten gewechselt.

Die 2. Halbzeit begann ähnlich wie die erste – ein intensives Spiel zwischen den Strafräumen, aber kaum Torchancen. In der Schlussphase wollten dann aber beide Mannschaften den Sieg erzwingen. In der 71. Minute spitzelte zunächst Hannes Ryssel den Ball nach einem Einwurf knapp am Tor vorbei.
Zwischen der 75. bis zur 85. Minute hatten dann die Gastgeber mehrfach den Siegtreffer auf dem Fuß. Zweimal parierte Michael Schmidt in großem Stil, in der 82. Minute bewahrte die Latte die Germania vor einem erneuten Rückstand. In der 88. Minute fiel die Entscheidung: Die Mittweidaer starteten einen schnellen Angriff über die rechte Seite. Durch ein Handspiel eines Dorfhainer Abwehrspielers bekamen die Gäste einen Freistoß zugesprochen. Grötzsch zirkelte den Ball vor das Tor, und der kleinste Spieler im Strafraum, Kevin Pitroff, köpfte zum 2:1 ein.
In den letzten Minuten warfen die Gastgeber nun alles nach vorn, um doch noch einen Punkt mitzunehmen. Die daraus resultierenden Konterchancen brachten zwar Entlastung, wurden aber auf Mittweidaer Seite schlecht ausgespielt oder überhastet vergeben. Egal, nach dem Abpfiff jubelte Germania über die ersten drei Zähler. ,,Das war ein typisches Eröffnungsspiel mit viel Luft nach oben und einem glücklichen Gewinner“, wertete Germania-Trainer Uwe Schneider. (mit kajo)

Mittweida: Schmidt – Marquardt, Hönig, Richter, R. Frieden (70. Wilsdorf) – Voigt, Pitroff, Ryssel, K. Frieden (61. König) – Grötzsch, Götze (81. Kaltschmidt)
Tore: 1:0 Linthe (21./FE), 1:1 Voigt (26.), 1:2 Pitroff (88.)
Zuschauer: 105

SV Lichtenberg – Großenhainer FV 1:3 (1:2)

„Willkommen zurück in der Bezirksliga“
Der SV Lichtenberg verliert zum Saisonstart in der neuen Fußball-Landesklasse gegen den Großenhainer FV mit 1:3 (1:2).
Von Steffen Bauer

Etwas anders hatte sich Daniel Zimmermann sein „Trainerdebüt“ in der Landesklasse durchaus vorgestellt. „Das ist jetzt schon blöd“, meinte der 32-Jährige mit einem Schmunzeln. „Immer wenn ich mal für die Mannschaft verantwortlich bin, verlieren wir.“
Der Bobritzscher, der seit drei Jahren beim SV Lichtenberg ist und am Sonntag sowohl Trainer Swen Hennig (Urlaub) als auch Co-Trainer Silvio Müller (krank) vertrat, ärgerte sich dabei vor allem über die Art und Weise der 1:3 (1:2)-Niederlage gegen den Großenhainer FV. „Wir haben gleich Lehrgeld gezahlt“, sagte Zimmermann. „Willkommen zurück in der Bezirksliga.“ Natürlich hätten die Gäste, immerhin Vorjahresdritter der Bezirksliga Mitte, das erfahrenere und spielstärkere Team. „Doch wir haben es ihnen auch etwas zu leicht gemacht“, schätzte der SVL-Routinier, der früher beim SV Bannewitz und beim BSC Freiberg in der Landesliga spielte, ein.
Die Gastgeber wollten die Partie aus einer kompakten Abwehr heraus gestalten und hatten sich durchaus Chancen ausgerechnet – zumal ihnen fast 200 Zuschauer den Rücken stärkten. Aber das Konzept wurde früh über den Haufen geworfen. Nach sechs Minuten landete ein abgefälschter Freistoß von Großenhains Routinier Wecker zum 0:1 im Netz. Die Lichtenberger blieben zwar bei ihrer Linie und versuchten weiter ruhig aufzubauen. Doch nach einer halben Stunde lagen sie 0:2 zurück, als die Gäste einen individuellen Fehler eiskalt bestraften.

Danny Kluge, einer der Auffälligsten beim SVL, ließ die Hoffnungen dann wieder aufleben: Der Neuzugang vom SV Weigmannsdorf setzte sich energisch durch und traf Sekunden vor der Pause zum umjubelten 1:2. „Diese Euphorie wollten wir eigentlich mit in die 2. Halbzeit nehmen“, sagte Zimmermann.
Doch nur fünf Minuten nach Wiederbeginn nutzten die Gäste eine erneute Unstimmigkeit in der Hintermannschaft des SVL zum 3:1. „Das war der K.o. für uns“, so der Coach. Die Lichtenberger fanden nach dem erneuten Rückschlag nie mehr den Faden und konnten trotz offensiverer Ausrichtung (mit Timmel sowie später Drechsel und Jäkel) keinen Druck aufbauen. Danny Kluge traf zwar noch einmal den Pfosten (81.), aber Großenhain hätte das Resultat in einer nun zerfahrenen Partie durchaus noch deutlicher gestalten können, so Zimmermann.
„Sie haben das letztlich locker nach Hause gebracht“, sagte der gebürtige Dippoldiswalder, der eine Trainer-B-Lizenz besitzt, „während wir gemerkt haben, dass wir wieder eine Klasse höher spielen.“

Lichtenberg: Kosbab – Wolf (46. Timmel), Kokott, M. Kluge, Meyer – Miersch, Schmidt, Heschel (64. M. Drechsel), Lein, D. Kluge – Häuser (73. Jäkel)
Tore: 0:1 (6.), 0:2 (30.), 1:2 D. Kluge (45.), 1:3 (50.)
SR: Windisch Dresden
Zuschauer: 192

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