Bezirksliga – Vorschau 16. Spieltag

Fußball-Bezirksliga:  SV Lichtenberg empfängt morgen Riesa – BSC Freiberg spielt in Hainsberg

Ein wenig ratlos klingt Frank Fischer schon. „Wir machen so eine gute Vorbereitung wie seit Jahren nicht, und dann das“, sagt der Trainer der Lichtenberger Bezirksliga-Fußballer nach dem enttäuschenden Start ins Frühjahr. 0 Punkte und 0:3 Tore stehen für seine Männer zu Buche. „Die Mannschaft kann im Moment auf dem Platz wenig umsetzen“, erklärt Fischer, der die Ursachen im mentalen Bereich sieht: „Das ist Kopfsache.“

 

Fit sollte die Truppe nach unter anderem einer Woche Trainingslager in Italien mit zwei Einheiten täglich auch sein. Zudem wird der SVL-Trainer seine Männer für die nächste Aufgabe kaum motivieren müssen: 15 Uhr kommt morgen der Tabellendritte Stahl Riesa (32 Punkte) zu den Lichtenbergern, die nach dem 0:1 in Wesenitztal mit 13 Punkten auf Platz 12 verharren. „Wir sind krasser Außenseiter, aber vielleicht können wir die kleine Chance, mit unseren Fans im Rücken, nutzen“, sagt Frank Fischer. Der Coach hofft gegen den früheren DDR-Oberligisten auf ein volles Haus und wieder mehr als 300 Zuschauer.
Vor allem erwartet der 51-Jährige aber, dass seine Spieler endlich das Tor treffen. Einfach mal abziehen, statt alles kompliziert zu machen, lautet seine Ansage. Auch beim 0:1 in Wesenitztal sei die Mannschaft klar besser gewesen, konnte aber auch klarste Chancen nicht nutzen. „Und das wird bestraft“, ist Fischer immer noch sauer über das verlorene „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen den Mitkonkurrenten. Getreu dem alten Spruch des früheren Bundesliga-Profis Uwe Wegmann: „Erst hast du kein Glück, und dann kommt auch noch Pech dazu.“ Vielleicht hat der Aufsteiger gegen Stahl Riesa das Glück des Tüchtigen. Zumindest ein Remis peilt der SVL an. Fischer: „Sonst bräuchten wir ja gar nicht aufzulaufen.“

Drei Zähler will dagegen der BSC Freiberg (2./36) morgen vom Hainsberger FV (6./20) mitbringen, obwohl das „eines unserer schwersten Auswärtsspiele wird“, weiß Steve Dieske. Die Freitaler Truppe – vor der Saison als Geheimfavorit gehandelt – hätte große Qualität, „die sich im Moment nur nicht in der Tabelle widerspiegelt“, sagt der BSC-Trainer.
Nach zehn Spielen ohne Niederlage fahren die Bergstädter selbstbewusst und mit voller Kapelle an die Weißeritz. Auch Paul Berger ist wieder in den Kader zurückgekehrt, sodass Dieske weiterhin aus dem Vollen schöpfen kann. „Wenn wir konzentriert arbeiten, können wir auch dort gewinnen“, sagt der 31-Jährige. Er will auf jeden Fall punkten, wobei ein Remis am Ende „aber nicht ganz optimal wäre“. (Quelle: Freie Presse – Steffen Bauer)