Bezirksliga – 2. Spieltag

Bezirkliga Mitte

Sieg und Niederlage gab es für die Kreisvertreter am 2.Spieltag in der Bezirkliga Mitte. Freiberg schlägt Riesa und Aufsteiger Lichtenberg verliert in Meißen.

 


Kapitän bringt BSC auf Kurs

BSC Freiberg gegen TSV Stahl Riesa 4:2 (3:0)

Der traditionsreiche Name des Gegners und die Ankündigung, dass zahlreiche Gästefans die Partie des BSC Freiberg gegen Stahl Riesa zu einem Sicherheitsspiel machen würden, hat den Gastgebern keinen Schrecken eingejagt. Vor 540 Zuschauern zeigte die Mannschaft von Trainer Steve Dieske eine taktische Glanzleistung und gewann hochverdient 4:2 (3:0). Besonders in der ersten Hälfte spielten die Freiberger Konterfußball vom Feinsten.

Die Riesaer waren technisch stark, die Kombinationen endeten aber oft in der vielbeinigen BSC-Abwehr oder in den Händen von Martin Heydel. Der BSC-Torhüter zeigte in vielen Szenen, dass er ein starker Rückhalt ist und blieb in der 23. und 25. Minute gegen frei stehende Riesaer Sieger. Zuvor hatte BSC-Kapitän Rico Thomas den ersten Freiberger Konter nervenstark vollendet. Auch seinen zweiten Treffer erzielte der stark spielende Stürmer nach einem Tempogegenstoß. Mit dem Halbzeitpfiff erhöhte Römmler sogar auf 3:0.

Nach dem Seitenwechsel wollten es die Gäste wissen. Burda verkürzte auf 1:3 aus Riesaer Sicht, anschließend hatten die Stahl-Spieler zahlreiche Schussmöglichkeiten, waren aber zu unentschlossen. So überstand der BSC die Druckphase. Nach dem zweiten Gegentor – die komplette Hintermannschaft hatte bei einem Freistoß geschlafen – schien es aber nochmals hektisch zu werden. Erneut sorgte aber ein Konter über Rico Thomas für die Entscheidung: Nachdem der Kapitän den Riesaer Schlussmann umkurvt hatte, legte er auf Berger ab, der ins leere Tor schießen durfte. „Wenn man ehrlich ist, wäre heute auch ein Unentschieden gerecht gewesen“, sagte BSC-Trainer Steve Dieske. „Besonders in der zweiten Hälfte hat Stahl gezeigt, aus welchem Holz man geschnitzt ist. Aber wir werden uns nicht für diesen Sieg entschuldigen.“ Die Mannschaft habe einfach stark gespielt und sich den Erfolg verdient. Die 60 mitgereisten Riesaer Fans blieben übrigens, nicht zuletzt aufgrund eines großes Polizeiaufgebots, ruhig.

Freiberg: Heydel, Dienel, Rabe/V, Uhlig, Römmler, Mehner (74. Fischer), M. Erler, Krause/V, Otto (89. P. Erler), Thomas, Berger (85. Timmel)

Tore: 1:0, 2:0 Thomas (10., 33.), 3:0 Römmler (45.), 3:1 (48.), 3:2 (76.), 4:2 Berger (84.)

Schiedsrichter: Breidel (Zöblitz)

Zuschauer: 540     (Quelle: Freie Presse)

 

Erzgebirger mit leeren Händen von der Elbe zurück

Meißner SV 08 – SV Lichtenberg 1:0 (0:0)

Frank Fischer war auch gestern noch ziemlich sauer. „Einen Punkt hätten wir wirklich verdient gehabt, und ein Remis wäre auch der Leistung beider Mannschaften gerecht geworden“, sagte der Trainer des SV Lichtenberg. Mit 0:1 (0:0) hatten seine Männer am 2. Spieltag der Fußball-Bezirksliga beim Mitaufsteiger den Kürzeren gezogen, obwohl der SVL zumindest in der 1. Halbzeit klar überlegen war.

Die Szene, die Fischers Zorn erregte, ereignete sich in der Nachspielzeit: Häuser lief allein aufs Meißner Tor zu, umkurvte den Keeper und wurde danach zu Fall gebracht. Der Pfiff des Schiris kam auch – allerdings entschied der Unparteiische aus Chemnitz auf „Schwalbe“ und zeigte dem Lichtenberger die Gelbe Karte. „Das war ein klarer Elfmeter und Rot für den Meißner Torwart“, ärgerte sich Trainer Fischer. „Ein Spieler, der durch ist und nur noch einschieben muss, lässt sich doch nicht einfach fallen.“

So aber standen die Lichtenberger trotz einer erneut couragierten Leistung am Ende mit leeren Händen da. „Die Mannschaft hat vor allem in der 1. Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht“, lobte Frank Fischer. Eine halbe Stunde dominierten die Gäste, verpassten es aber, ihre Überlegenheit auch in Tore umzumünzen. Zahn hatte in der 16. Minute das 1:0 für den SVL auf dem Fuß. Ansonsten bekam der Neuzugang in seinem ersten Spiel aber ebenso gute Kritiken wie der Ex-Chemnitzer Weigel, der viele Akzente setzte und immer wieder das Spiel ankurbelte. Torjäger Schneider überzeugte diesmal als Manndecker und lieferte „ein Superspiel“ ab, lobte Fischer.

In der 2. Halbzeit wurde die Partie zerfahren. Siegel machte einige gute Meißner Gelegenheiten zunichte. In der spielentscheidenden Szene patzte der junge Torwart des SVL aber, als er eine Flanke nicht festhalten konnte und ein Meißner abstaubte. „Bis dahin hat er uns mehrfach vor einem Rückstand bewahrt“, nahm Fischer den 21-Jährigen in Schutz. Am Ende gab es so eine bittere Niederlage für die Erzgebirger, die aber auch im zweiten Spiel unterstrichen, dass sie durchaus eine Bereicherung für diese neue Bezirksliga-Staffel sind.

Lichtenberg: Siegel, Kluge, Schneider, Haustein, F. Hilgenberg (61. Gronwaldt), R. Hilgenberg, Baumgart (61. Kohl), Hauswald (75. Ehrlich), Weigel, Häuser, Zahn

Tor: 1:0 (77.)

SR.: Bürger (Chemnitz)

Zuschauer: 133    (Quelle: Freie Presse)

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