MSL – 6.Spieltag

6. Spieltag – Mittelsachsenliga

TSV Großwaltersdorf – TSV Dittersbach 2:0 (2:0)
Der TSV Großwaltersdorf hat durch den Sieg gegen den Aufsteiger seine Spitzenposition untermauert, hatte aber mehr Mühe als erwartet. „Der Gegner war sehr defensiv eingestellt, es war ein Arbeitssieg“, so Großwaltersdorfs Trainer Mirko Schwoy. Nachdem Seifert bereits nach acht Minuten das 1:0 besorgt hatte, verpassten es die Gastgeber, nachzulegen. Krause traf dann kurz nach der Pause zum 2:0-Endstand. (kbe)

Großwaltersdorf: Schreiber, Mar. Hetzel, Mi. Richter, Dittrich (27. Krauße), Seifert, Sarodnik (85. Wulf), Uhlig, Herold (78. Kaeselitz), Trommler, Ma. Richter, Lenke.                 
Dittersbach: Schade, S. Köhler, Schramm, Köstner, Pianezzer, Hiemer, Szymanski, Kucevic, Opitz (61. Troisch), Nobis. R. Köhler (50. Lehmann).          
Tore: 1:0 Seifert (8.), 2:0 Krauße (48.)
Schiedsrichter: Ordon (Heinrichsort)
Zuschauer: 103
Bes. Vorkommnis: G/R für Krauße (Großwaltersdorf/83.)

BSC Motor Rochlitz – TSV Langhennersdorf 0:1 (0:0)
Bestes Spätsommerwetter hat gestern zahlreiche Zuschauer in das nach der Hochwasserflut von 2013 sanierte Vater-Jahn-Stadion gelockt. Der Großteil von ihnen verließ nach dem Schlusspfiff angesichts der generell schwachen Vorstellung der einheimischen Mannschaft bitter enttäuscht das weite Rund. Der knappe 1:0-Sieg der Langhennersdorfer war am Ende hochverdient und hätte eigentlich deutlicher ausfallen können.
„Bereits nach zehn Minuten hätten wir zwei Treffer erzielen müssen“, monierte der Gästetrainer Sven Butze zunächst die mangelnde Chancenverwertung seiner Elf. Andy Schubert (5.), Erik Pomp (6.) per Heber und Tobias Tuchscherer (8.) scheiterten völlig freistehend am stark reagierenden Paul Fischer oder verfehlten das leere BSC-Gehäuse. Dagegen wirkten die Rochlitzer übernervös. „Nach der Niederlage in Dittersbach wollen wir eine entsprechende Reaktion zeigen. Das ist total misslungen“, war BSC-Trainer Bertram Fischer bedient.
Im Spiel seiner Truppe war über die gesamte Spielzeit hinweg viel Sand. Durch eklatante Abwehrfehler und gravierende Fehler im Spielaufbau habe man den Gegner erst stark gemacht, schätzte Fischer weiter ein. Durch leichte Ballverluste im Motor-Mittelfeld wurden die Langhennersdorfer immer wieder zu Kontern eingeladen. Die einzige nennenswerte Chance der Rochlitzer hatte Bildhauer. Dessen Kopfball strich einen halben Meter über das Gebälk (28.). Leons Nöbel Volleyschuss landete aus 14 m genau in den Armen von Fijas (41.). Noch vor der Pause hatte erneut Tuchscherer die Gästeführung auf den Schlappen. Doch erneut parierte Fischer gedankenschnell per Fuß (41.).
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Nur mit dem Unterschied, dass die Langhennersdorfer nun wenigstens einmal zum goldenen Tor trafen: Tuchscherer wurde wieder auf der rechten Seite geschickt. Allein auf den BSC-Kasten zulaufend, behielt er die Nerven und schob ins kurze Eck ein (60.). „Diesen knappen Vorsprung haben wir mit hohem Einsatz über die Runden gebracht“, schätzte der zufriedene Butze ein.
Das Aufbegehren der Rochlitzer gegen die drohende Schlappe blieb bis in die Nachspielzeit in Ansätzen stecken. Ungenauigkeiten im Angriffsspiel machten es der dicht gestaffelten Gästeabwehr leicht, ihren Kasten sauber zu halten. Die lang erwartete Premiere auf dem Kunstrasenplatz ging damit für das Fischer-Team komplett in die Hose. (Rainer Schöbfeld)

Rochlitz: P. Fischer, Jandt (72. Schneider), Heinich, Otto, Bildhauer, Pötzsch (80. Müller), Eckart, Nöbel, Schubert, Fobian, T. Scheibner.
Langhennersdorf: Fijas, Deutscher, Götze, Koppatz, Griesbach (62. Krause), Schubert, Neumann, Sypniewski (73. Klippstein), Braun, Tuchscherer (78. Hoffert), Pomp.
Tor: 0:1 Tuchscherer (60.)            
Schiedsrichter: Voigtländer (Striegistal)
Zuschauer: 175

TSV Flöha – SV Hartmannsdorf 4:4 (2:2)
Die Gastgeber schenkten ihrem Coach Matthias Zänker zum Geburtstag wenigstens einen Zähler. Bis zum 2:0 lief für den TSV alles nach Plan, doch spätestens zur Pause, als Zänker gleich drei verletze Akteure ersetzen musste, kam Sand ins Flöhaer Getriebe. Der zweifache Torschütze Tom Göckeritz sicherte den Platzherren in der Nachspielzeit mit seinem Treffer zum 4:4 das Remis. „Ich muss mit dem Remis zufrieden sein. Es war ein Teilerfolg der Moral, fußballerisch blieb jedoch einiges auf der Strecke“, sagte Zänker. (kbe)

Flöha: Rüger, T. Hauser (46. O. Hauser), Mittmann, Eckardt (64. Meier), Schmidtchen, Dietel, Polzin, Zamzelli (46. Martin), Frenzel, Göckeritz, Kister.  
Hartmannsdorf: Riedel, Berthold (64. Riemer), Winkler, Götze, Kühne, Schaarschmidt, Metzner (64. Fuchs), Pelger, Hieck, Hartenstein, Hennicke.        
Tore: 1:0 Schmidtchen (2.), 2:0 Zamzelli (28.), 2:1 Schaarschmidt (35.), 2:2 Metzner (42.), 3:2 Göckeritz (46.), 3:3 Riemer (69.), 3:4 Götze (86./FE), 4:4 Göckeritz (90.+1)
Schiedsrichter: Haberkorn (Handwerk Rabenstein)
Zuschauer: 98

Oederaner SC – TSV Penig 2:1 (1:1)
Die spannende Geschichte von „Kurt im Glück“ ist gestern auf dem Sportplatz in Oederan geschrieben worden. Denn als die Nachspielzeit beim Stand von 1:1 lief, knallte Kurt Bergelt an das Spielgerät und traf es dabei so gut, dass es zum 2:1 für den Oederaner SC in den Maschen des TSV Penig landete. Durch diesen späten Erfolg ist das Team von Trainer Jochen Laudeley mit elf Punkten auf den 3. Platz der Fußball-Mittelsachsenliga geklettert und nunmehr seit fünf Spielen ungeschlagen.
Der Siegtorschütze gab sich nach dem Abpfiff gar nicht die Mühe, sich eine heldenhafte Legende für die Situation auszudenken. „Nach einem Schuss von Ronny Lippold ist mir der Ball vor die Füße gefallen. Ich habe nicht lange überlegt, draufgehauen und hatte das Glück, das man eben im Fußball manchmal braucht“, grinste der 19-jährige angehende Kfz-Mechatroniker.
Doch zunächst hatte es nicht nach einem Erfolg für die Laudeley-Truppe ausgesehen. Nach sieben Minuten donnerte der Peniger Benjamin Zschage das Spielgerät sehenswert aus 18 m direkt in den Oederaner Kasten, wobei eine Nominierung für das Tor des Monats nur mangels mitlaufender Kamera nicht erfolgen wird. Danach bemühten sich die Platzherren um Konstruktivität, doch Penig zeigte Präsenz. Nach einer reichlichen halben Stunde prüfte Roy Findeisen den TSV-Keeper mit einem Freistoß. Kurz danach stand Patrick Ernstberger im gegnerischen Strafraum völlig frei. Doch statt im Tor bestand die Gefahr, dass der Ball in einer Scheibe der umliegenden Wohnhäuser einschlagen könnte. Besser machte es Franz Lohse, der fünf Minuten vor dem Seitenwechsel das 1:1 besorgte.
Eine Stunde war gespielt, als wiederum Lohse eine Ecke direkt an den Pfosten zirkelte, der Ball aber wieder heraussprang. Danach hatte der quirlige Christopher Meinel, der schon in der ersten Hälfte für Unruhe gesorgt hatte, die Möglichkeit, Penig erneut in Führung zu bringen.
Als sich einige der Beteiligten auf ein Unentschieden einrichten wollten, sorgte Nachwuchsspieler Bergelt mit seinem ersten Saisontor für Freude im OSC-Lager. „Das Team ist geschlossen aufgetreten und wurde für seinen Einsatz belohnt“, sagte Laudeley. Penig war der erwartet schwere Gegner, „vor allem in der 1. Halbzeit“, so der OSC-Trainer, der seinen Männern eine Steigerung nach der Pause bescheinigte.
Das sah auch Penigs Trainer René Schreiter so. „In ersten Durchgang waren wir sehr gut dabei. Doch nach dem Verlauf der 2. Halbzeit zu urteilen, geht der Sieg der Oederaner in Ordnung“, stellte er fest.

Oederan: Thomas, K. Thiele, Reichelt, Lohse, Schulze, Ernstberger (71. Kaden), R. Thiele, Lippold, Findeisen, Hofmann, Bergelt.       
Penig: Rudolph, Schulze (46. Britsche), Igel, Junghanns, Toro-Gomez, Meinel, Peters (75. Schubert), Zschage (85. Winkler), Berthold, Zeidler, Schmidt.
Tore: 0:1 Zschage (6.), 1:1 Lohse (40.), 2:1 Bergelt (90.)
Schiedsrichter: Weigelt (Marbach)
Zuschauer: 100

Hainichener FV Blau-Gelb – BSC Freiberg II 5:1 (2:0)
Den Hainichenern genügte zuhause eine ganz normale Leistung, um zu einem klaren Erfolg zu kommen. Von Beginn an dominierten die Hausherren und führten bis zum Seitenwechsel verdient mit 2:0. Auch im zweiten Abschnitt blieben die Bergstädter alles schuldig, während der HFV weiter am ersten Heimsieg gegen diesen Gegner seit fünf Jahren bastelte. Mit den fünf Gegentoren war der Kreispokalsieger am Ende noch gut bedient. (eij)

Hainichen: Bretschneider, Siegel, Ulbricht (64. Hofmann), Nestler (76. Kretzschmar), S. Schulze, Weinrich, Fräßle, Nebe, T. Schulze (80. Seifert), Girardi, Gulyas.                 
Freiberg: Geiger, Gottschalk, Einhorn, Engel, Löbel, Steinert, K. Zielke, H. Zielke (64. Ustenko), O. Fischer, Mönch (76. Thiemer), Mai (80. Ramm).  
Tore: 1:0 Nebe (26.), 2:0 T. Schulze (30.), 3:0 Nebe (51.), 4:0 Gulyas (75.), 4:1 K. Zielke (84.), 5:1 Fräßle (87.)
Schiedsrichter: Gerlach (Zschopau)
Zuschauer: 52

SV Einheit Bräunsdorf – SG Striegistal 5:2 (1:0)
Nichts für schwache Nerven war dieses Kellerduell. Nach einer Stunde und einer 3:0-Führung sah Bräunsdorf wie der klare Sieger aus. Doch der Aufsteiger aus dem Striegistal kam zurück und verkürzte auf 2:3. Mit zwei Toren in der Schlussphase sicherte sich Einheit den ersten Dreier auf dem Rasen. Zuvor hatte es einen 2:0-Erfolg am grünen Tisch gegen Barkas Frankenberg gegeben. (eij)

Bräunsdorf: Ewertowski, Grätz, Weiß, Klotz, Feldmann, Solopov, L. Weinhold (72. Storch), Gola (90. D. Weinhold), Goldberg (66. S. Kuhn), Weyhmann, Micke.          
Striegistal: Donner, Ettrich. Gillmeister, Franke, Hanisch, Böhme, Rost (65. Wittig), Preiß, Kunze, Boden, Hecht (55. Dittrich).
Tore: 1:0 Weyhmann (12.), 2:0 Gola (49.), 3:0 Böhme (60./ET), 3:1 Boden (62.), 3:2 Dittrich (80./FE), 4:2 Gola (83.), 5:2 Solopov (90.+2)
Schiedsrichter: Gleisberg (Stauchitz)
Zuschauer: 113

SV Barkas Frankenberg – Eintracht Erdmannsdorf/A. 2:0 (0:0)
Lange war diese Partie eine zähe Angelegenheit. Die Gäste standen in der Abwehr dicht gestaffelt und machten Barkas das Leben schwer. Kurz vor dem Seitenwechsel lichteten sich die Reihen, als der Frankenberger Preißler glatt „Rot“ sah und der Erdmannsdorfer Kapitän Ronny Langklotz für sein zweites Foul die Ampelkarte erhielt. Preißler hatte den Ball an den Kopf des Gegenspielers geschossen. In Halbzeit zwei erhöhte Barkas den Druck und fuhr einen verdienten Sieg ein. (eij)

Frankenberg: Reibetanz, Stockhecke, Baum, Tuschy (82. Bachale), Anke, Antal, Loos, Frank, Preißler, Wendt (46. Bergmann), F. Ebert.         
Erdmannsdorf: M. Langklotz, R. Langklotz, Sta. Bergt (65. Möller), Weinfurt, Lasch, Leppelt, Lebeda, Messig (80. Ste. Bergt), Rotzsch, Mihai, Winterhoff.               
Tore: 1:0 Anke (77./FE), 2:0 Frank (82.)
Schiedsrichter: Seidel (Zwickau)
Zuschauer: 100
Bes. Vorkommnisse: Rot für Preißler (Frankenberg/45.); G/R für R. Langklotz (Erdmannsdorf/45.)

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